Eine imperiale Marinestadt
26. Februar 2026 / 18 Uhr
Küstenmuseum
Wilhelmshaven
Weserstr. 58
Eintritt frei
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Kaiserliche Marine ein wichtiges Machtinstrument für die imperiale und koloniale Machtpolitik des Deutschen Kaiserreichs.
Sie war an den Inbesitznahmen von Kolonialgebieten beteiligt, führte sogenannte „Strafexpeditionen" durch und kämpfte in allen großen deutschen Kolonialkriegen.
Die Kriegsschiffe für diese Auslandseinsätze waren den Marinestationen in Kiel und Wilhelmshaven zugeordnet. Dort waren auch die „Seebataillone" stationiert, die als mobile Einsatzgruppen in Kolonialkriegen kämpften. In Wilhelmshaven war ab 1897 das extra für die Kolonie Qingdao in China aufgestellte „III. Seebataillon" beheimatet.
Diesen Verbindungen zwischen Wilhelmshaven und der Durchsetzung kolonialer und imperialer Machtinteressen des Deutschen Kaiserreichs soll in dem Vortrag nachgegangen werden. Die Beziehung zwischen den Bewohner*innen der Stadt, den Soldaten und deren kolonialen sowie imperialen Einsätzen soll dabei anhand von Feiern bei den Abfahrten und Ankünften der Soldaten untersucht werden.
